Implantat-Akupunktur bei Tinnitus

Tinnitus ist eine Störung der Hörfunktion, bei der die Betroffenen unter meist störenden Geräuschen leiden. Diese können einseitig im Ohr, aber auch in beiden Ohren oder sogar zentral im Kopf wahrgenommen werden.

Warum kann Tinnitus entstehen?

Dem Tinnitus voraus geht häufig ein sogenannter Hörsturz, der aufgrund einer Durchblutungsstörung im Innenohr entsteht. Eine Hörminderung auf dem betroffenen Ohr mit einem bleibenden Ohrgeräusch können die Folge sein. Auch die Entzündung des Hörorganes, am häufigsten die Mittelohrentzündung, kann am Anfang eines Tinnitus gestanden haben.

Tinnitus kann aber auch ohne Hörsturz und ohne Entzündung auftreten, auch beidseits. Die Ursache hierfür ist nicht eindeutig zu klären. Doch häufig entsteht der Tinnitus im Zusammenhang mit besonderen Stresssituationen. Dazu zählt neben psychischem Stress auch beispielsweise übermäßiger Lärm. Tinnitus kann auch als Nebenwirkung von Medikamenten entstehen, beispielsweise bei Einnahme bestimmter Antidepressiva. Eher selten ist die Entstehung von Tinnitus durch Tumore.

Welche Symptome sind typisch für Tinnitus?

Die Ohrgeräusche können ganz unterschiedlich sein. Das Spektrum reicht von Rauschen und Brummen bis zum Piepsen in unterschiedlichen Frequenzen und Lautstärken.

Wie wird Tinnitus schulmedizinisch behandelt?

Oftmals bleiben Therapieversuche mit durchblutungsfördernden Medikamenten, Kortisontherapien, Sauerstoffbehandlungen oder Druckkammertherapie ohne Wirkung und der Betroffene muß sich mit seinem Tinnitus abfinden und lernen, damit zu leben.

Kann Implantat-Akupunktur(IOA) bei Tinnitus helfen?

Eine Vorhersage der Wirksamkeit ist nicht möglich.
Die IOA kann eine Alternative neben der schulmedizinischen Therapie sein. Vermutet wird, dass durch die Implantat-Akupunktur bestimmte Reflexpunkte am Ohr dauerhaft stimuliert und damit die Durchblutung im Innenohr positiv beeinflusst werden könnte. Zudem würde das Gehirn angeregt, und im Sinne der Autoregulation würden funktionelle Störungen reguliert.
Einen Nachweis der Wirksamkeit gibt es jedoch noch nicht.

Welche ergänzende Maßnahmen sind sinnvoll beim Tinnitus?

Tinnitus-Patienten sollten bestimmte Genußmittel reduzieren bzw. meiden. Ein Verzicht auf Nikotin, Koffein und Alkohol erscheint logisch, denn im Übermaß wirken diese Stoffe als Nervengifte, die das Nervensystem unnötig zusätzlich belasten.

Was ist für die Therapie des Tinnitus außerdem wichtig?

Eine genaue Analyse der auslösenden Faktoren ist besonders wichtig. Hierbei ist das aktuelle berufliche und private Umfeld genauso zu beleuchten, wie die psychosoziale Konstellation in der Vergangenheit des Betroffenen. Unter Umständen ist eine professionelle psychologische Unterstützung im Einzelfall sinnvoll. Hilfreich können zudem Entspannungsmethoden, wie Autogenes Training, Progressive Muskelrelaxation oder Meditation sein, die einen positiven Einfluß insbesondere auf das Vegetativum haben.

Worauf sollte der Tinnitus-Patient bei seiner Ernährung achten?

Eine zusätzliche Einnahme von Vitaminen und Mineralstoffen kann im Einzelfall über die Einnahme von Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll sein. Auch einer Übersäuerung des Organismus ist vorzubeugen durch entsprechende Basenpulver oder Basentabletten und auch durch sogenannte Basenbäder. Unterstützende Präparate zur Verbesserung der Gehirndurchblutung sind ebenfalls zu empfehlen. Ein pflanzliches Mittel mit nachgewiesener Wirksamkeit ist Ginko.