Implantat-Akupunktur bei Morbus Parkinson

Morbus Parkinson ist eine neurologische Erkrankung. In einem bestimmten Gehirnareal, der Substantia nigra, gehen sogenannte dopaminerge Nervenzellen zugrunde. In der Bundesrepublik sollen etwa 300.000 Patienten betroffen sein. Eine Ursache für die Entstehung der Erkrankung ist weitgehend noch nicht bekannt.

Welche Symptome sind typisch für Morbus Parkinson?

In der Folge des Dopaminmangels kommt es zu den klassischen Symptomen Tremor, Rigor und Akinese. Tremor bedeutet Zittern und Schütteln insbesondere der Hände.
Rigor bedeutet Muskelsteifigkeit. Daraus resultieren auch häufig die Schmerzen am Bewegungsapparat des Patienten. Akinese bedeutet eine fehlende Gesichtsmimik. Deshalb wirkt der Gesichtsausdruck des betroffenen Patienten oftmals steif und wächsern.

Wie wird Morbus Parkinson schulmedizinisch therapiert?

Die Therapie besteht in der Gabe verschiedener Medikamente, die die Symptome des Parkinson-Syndroms lindern helfen. Eine ursächliche Therapie ist das nicht. Die gibt es nicht, sodass die Erkrankung immer weiter fortschreitet. Im Laufe der Zeit wird die Symptomatik zunehmend auch durch die Nebenwirkungen der sogenannten dopaminergen Medikamente bestimmt.

Die Implantat-Akupunktur kann eine komplementäre Therapieergänzung sein, die Symptome der Erkrankung günstig zu beeinflussen ohne störende Nebenwirkungen.

Was sagt die Forschung?

Anwendungsbeobachtungen und Studien seit über zehn Jahren unterstützen die Annahme der Wirksamkeit von Implantat-Akupunktur bei Parkinson. Insbesondere die Symptome Tremor und Rigor und die damit verbundenen Schmerzen würden unter Implantat-Akupunktur positiv beeinflusst werden mit letztendlich einer Verbesserung der Lebensqualität. Bewiesen ist die Wirksamkeit der Methode noch nicht.

Hilft die Implantat-Akupunktur sofort?

Anwendungsbeobachtungen zeigen eine erste Wirkung drei bis sechs Wochen nach der Implantation.
Auf keinen Fall dürfen die Parkinson-Medikamente sofort nach der ersten Implantat-Akupunktur abgesetzt werden. Auch zu einem späteren Zeitpunkt muss eine Änderung der Medikamenteneinnahme stets mit dem zuständigen Neurologen oder Hausarzt abgesprochen sein.
Im Verlauf kann auch eine zweite Implantation an weiteren Ohrpunkten sinnvoll sein, unter der Vorstellung einer weiteren Wirkungsverstärkung.

Welche ergänzende Maßnahmen sind sinnvoll bei Morbus Parkinson?

Ein regelmäßiges Bewegungsprogramm mit Spaziergängen, Radfahren, Nordic Walking und Schwimmen ist zu empfehlen. Besonders wertvoll sind unterstützende physiotherapeutische Behandlungen in Form von Krankengymnastik, Manueller Therapie und auch Krankengymnastik am Gerät. Denn möglichst lange soll ein Fortschreiten der Erkrankungsfolgen hinausgezögert werden und die noch vorhandenen Fähigkeiten erhalten bleiben.

Was ist für die Therapie des Morbus Parkinson außerdem wichtig?

Zusätzliche Belastungen mit Krankheitswert sollten wenn möglich behoben werden. Insbesondere chronische Entzündungen belasten den Organismus zusätzlich. So ist beispielsweise auf einen gesunden Zahnstatus zu achten. Auch ausleitende Maßnahmen bei einer anzunehmenden Schadstoffbelastung sollten in Erwägung gezogen werden.

Worauf sollte der Parkinson-Patient bei der Ernährung achten?

Auf eine gesunde ausgeglichene Ernährung, verteilt auf drei Hauptmahlzeiten sollte immer geachtet werden. Insbesondere die ausreichende Aufnahme von Flüssigkeit wird oft vernachlässigt. Ein normalgewichtiger Mensch sollte mindesten 2 Liter Flüssigkeit pro Tag zu sich nehmen am besten in Form von Wasser, stillen Mineralwassern oder Kräuterteemischungen.

Eine zusätzliche Einnahme von Vitaminen und Mineralstoffen kann im Einzelfall über Nahrungsergänzungsmittel gewährleistet werden. Auch einer Übersäuerung des Organismus ist vorzubeugen durch entsprechende Basenpulver oder Basentabletten und auch durch sogenannte Basenbäder. Unterstützende Präparate zur Verbesserung der Gehirndurchblutung sind ebenfalls zu empfehlen. Ein pflanzliches Mittel mit nachgewiesener Wirksamkeit ist Ginko.