Wie ist die Implantat-Akupunktur entstanden?

Wie so oft in der Medizingeschichte soll der Zufall dieses neue Therapieverfahren auf den Weg gebracht haben: überliefert ist die Geschichte einer Patientin mit Trigeminusneuralgie, eine äußerst schmerzhafte Erkrankung eines Gesichtsnervs. Der Frau wurde eine sogenannte Dauernadel am Ohr eingesetzt. Diese Nadeln stoßen sich normalerweise nach ein paar Tagen von selbst wieder ab, oder man kann sie einfach wieder herausnehmen.

Bei der Patientin mit der Trigeminusneuralgie wuchs die Nadelspitze in das Ohrmuschelgewebe ein, sodass die Nadel nicht so leicht zu entfernen war. Die Patientin aber hatte einige Wochen keine Schmerzen mehr. Sie bestand dennoch darauf, die Nadel zu entfernen, weil sie sie als Fremdkörper betrachtete. Daraufhin fingen die Nervenschmerzen wieder an.
Der Zusammenhang zwischen der Wirksamkeit einer Dauerstimulation mittels Akupunkturnadel an Reflexpunkten des Ohres schien naheliegend.
In der weiteren Entwicklung entstanden Implantatnadeln, die in der Ohrmuschel verbleiben, ohne dass sie wieder abgestossen werden.