Akupunktur und Traditionelle Chinesische Medizin

GesundheitsbuddhaDie Akupunktur ist ein wichtiger Bestandteil der „Traditionellen Chinesischen Medizin“ (TCM) und findet in seinem Ursprungsland China eine breite klinische Anwendung. Ähnlich wie die Neuraltherapie ist auch die Akupunktur eine Therapiemethode zur Behandlung von Schmerzen und von funktionellen Störungen.

So werden beispielsweise in China auch neurologische Erkrankungen wie Gefühlsstörungen oder Lähmungen nach Bandscheibenvorfall und die Folgen eines Schlaganfalls mit Akupunktur behandelt.
Ebenso bei Schwindel, Tinnitus, Kopfschmerzen/Migräne und Bluthochdruck kann die Akupunktur die richtige Therapie sein.

Wie funktioniert Akupunktur?

KörperakupunkturDurch das „Nadeln“ ausgesuchter Punkte, die in aller Regel auf bestimmten Energieleitbahnen (Meridianen) des Körpers liegen, soll über den Nadelreiz eine Selbstheilung des Organismus ausgelöst werden. Wir sprechen auch von Autoregulation. Wie in der Neuraltherapie wird im Wesentlichen das vegetative Nervensystem angesprochen, das an allen lebensnotwendigen Vorgängen in unserem Körper beteiligt ist.
Neben der Körperakupunktur kann auch die sogenannte Mikrosystemakupunktur angewendet werden.

Was ist eine Mikrosystem-Akupunktur?

Diese Besonderheit in der Akupunkturbehandlung beruhte zunächst auf der empirischen Erfahrung, dass sich unser gesamter Körper sozusagen in Miniatur an unterschiedlichen Stellen unseres Organismus wiederfinden lässt. Inzwischen sind diese Zusammenhänge auch wissenschaftlich erforscht.
Diese sogenannten Mikrosysteme sind zum Beispiel an den Ohren oder an den Fußinnenflächen zu finden. So lässt sich beispielsweise auch die Wirksamkeit der Fußreflexzonenmassage erklären, die in unserer westlichen Zivilisation nicht mehr wegzudenken ist.

Mikrosystem OhrAber auch die Ohr-Akupunktur ist eine häufig angewandte Methode, um über sogenannte Reflexpunkte auf die körperlichen und psychischen Funktionen unseres Organismus Einfluß zu nehmen.
Andere Mikrosystembehandlungen sind zum Beispiel die Schädelakupunktur nach Yamamoto oder die Handakupunktur.

In der chinesischen Denkweise ist das Ziel der Akupunktur ein Ausgleich zwischen Yin und Yang. In der Neuraltherapie entsprechen Yin und Yang dem Parasympathikus und dem Sympathikus, die beiden Gegenspieler des vegetativen Nervensystems. Wir sehen, die chinesische und unsere Therapiemethoden in der sogenannten Regulationsmedizin sind sehr verwandt, obwohl die jeweiligen Erkenntnisse andere Ursprünge haben.
Die TCM ist eine zweitausend Jahre alte Erfahrens-Heilkunde. Unsere medizinischen Grundlagen hingegen beruhen auf wissenschaftlicher Forschung. Dennoch widersprechen sie sich nicht.

In meiner Praxis kombiniere ich die fernöstliche und westliche Medizin zu einem Behandlungskonzept, weil sie sich hervorragend ergänzen.